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("Denn ich habe kein Kind, sodass ich immer an mein Kind denken müsste. In diesem so tiefen Mitempfinden und der Zärtlichkeit (shefqat), die in meinem Wesen (fitri) liegt, empfinde ich immer den Schmerz der vielen tausend islamischen Kinder, ja selbst den armen Tieren gegenüber Mitleid und Schmerz. Ich besitze keine Familie, sodass ich meine Gedanken nur ihnen widmete. Vielmehr fühle ich mich diesem Land, ja sogar der ganzen islamischen Welt wegen mein..." içeriğiyle yeni sayfa oluşturdu) |
("لَوْلاَ مُفَارَقَةُ الْاَحْبَابِ مَا وَجَدَتْ لَهَا الْمُنَايَا ِالٰۤى اَرْوَاحِنَا سُبُلاً" içeriğiyle yeni sayfa oluşturdu) |
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680. satır: | 680. satır: | ||
'''"Für eine heilige Wahrheit, für die schon vor uns hunderte Millionen ihren Kopf hingehalten haben, wollen auch wir jetzt unseren Kopf hinhalten. Auch wenn ihr die ganze Welt für uns zu einem Feuerball machen würdet, werden wir auch dennoch bereit sein, unseren Kopf für die Wahrheit des Qur'an hinzuhalten, werden vor der Glaubenslosigkeit nicht kapitulieren und von unserem heiligen Dienst nicht zurücktreten. Wolle es Gott (inshaallah)!"''' | '''"Für eine heilige Wahrheit, für die schon vor uns hunderte Millionen ihren Kopf hingehalten haben, wollen auch wir jetzt unseren Kopf hinhalten. Auch wenn ihr die ganze Welt für uns zu einem Feuerball machen würdet, werden wir auch dennoch bereit sein, unseren Kopf für die Wahrheit des Qur'an hinzuhalten, werden vor der Glaubenslosigkeit nicht kapitulieren und von unserem heiligen Dienst nicht zurücktreten. Wolle es Gott (inshaallah)!"''' | ||
So eilten mir denn die heiligen Tröstungen, die mir aus dem Glauben und dem Qur'an erwuchsen, in meinen Schmerzen und in meiner Verzweiflung - einer Folge der Überraschungen meines Alters - zu Hilfe. Ich würde heute kein noch so qualvolles Jahr in meinem Alter gegen zehn der heitersten Jahre meiner Jugend tauschen. Da insbesondere dem, der im Gefängnis seine Pflichtgebete einhält und um Vergebung bittet, eine jede Stunde für zehn Stunden Gebet angerechnet wird und in Zeiten einer Krankheit oder ungerechten Behandlung, ein jeder vergängliche Tag so viel Sevab (Verdienste) bringt, wie zehn ausschließlich einem ewigen Leben gewidmete Tage, wurde mir durch diese innere Ermahnung klar, wie sehr, ein Mann, der gleich mir vor dem Tor des Grabes auf seine Abberufung wartet, zu Dank verpflichtet ist. "Unendlich Dank meinem Herrn!" sagte ich, war mit meinem Alter zufrieden und einverstanden mit meiner Haft. | |||
Denn die Zeit bleibt nicht stehen, das Leben vergeht sehr schnell. Mag es ein sorgloses und heiteres Leben sein, das man in Gottvergessenheit verbringt, es vergeht, verlischt, hinterlässt Bedauern, Undankbarkeit und manch eine Sünde, denn am Ende der Freude steht der Schmerz. Wenn es aber im Gefängnis und unter Strapazen vergeht, wird es in gewisser Hinsicht zu einem beständigen und bringt mit seinen kostbaren Früchten ein ewiges Leben zum Gewinn, weil es als eine Art Gottesdienst gilt und am Ende des Schmerzes eine geistige Freude steht. Zudem gilt es als Buße für die früheren Sünden und für die Vergehen, die zu dieser Freiheitsstrafe geführt haben, und reinigt sie. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, müssen die Gefangenen also ihre Pflichtgebete verrichten und geduldig und dankbar sein. | |||
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== | ==Sechzehnte Hoffnung:== | ||
Einmal - und ich war schon alt - verbüßte ich in Eskischehir eine einjährige Gefängnisstrafe und wurde dann entlassen. Ich wurde nach Kastamonu verbannt. Die Polizisten und ein, zwei Kommissare nahmen mich zwei, drei Monate als Gast auf. Man kann sich nun vorstellen, wie sehr sich ein Mann wie ich an derartigen Plätzen belästigt fühlen muss, der ein Einsiedlerleben geführt hat und sich selbst durch eine Unterhaltung mit seinen engsten Freunden bedrängt fühlt, und der die Änderung (= Europäisierung) seiner (orientalischen) Bekleidung nicht ertragen kann. | |||
Doch da kam mir in meinem Alter und in dieser verzweifelten Lage plötzlich die Güte Gottes (inayet-i Ilahiye) zu Hilfe. Der Kommissar und die Polizisten in dieser Polizeidienststelle wurden mir zu treuen Freunden. So haben sie mich z.B. niemals dazu aufgefordert, (wie die Europäer) einen Hut zu tragen. Sie waren sogar wie meine Diener und fuhren mich sogar in der Stadt umher, wann immer ich dies wünschte. | |||
Danach zog ich dieser Polizeidienststelle gegenüber in die "Schule des Lichtes" (Medrese-i Nuriye) in Kastamonu (d.h. in meine Privatwohnung) ein und begann mit der Abfassung der "Lichterabhandlungen" (Nurlar). Die heldenhaften Schüler, wie Feyzi, Emin, Hilmi, Sadik, Nazif, Selahaddin kamen immer zu dieser Medresse um der Veröffentlichung und Vervielfältigung der Lichterabhandlungen willen. Ihretwegen kamen wertvolle wissenschaftliche Gespräche zu Stande, noch glänzender als in meiner Jugend mit meinen alten Schülern. | |||
Danach ließen meine heimlichen Feinde bei einem Teil der Beamten und einigen eingebildeten (enaniyetli) Hodjas und Scheikhs gegen uns Verdächtigungen aufkommen. Das hatte zur Folge, dass wir und die Schüler der Lichter (Nur), die aus fünf, sechs Städten ins Gefängnis von Denizli gebracht worden waren, in dieser Schule Josefs zusammenkamen. Die Einzelheiten dieser "Sechzehnten Hoffnung", welche den wahren Inhalt dieser Hoffnung glänzend zeigen, bilden meine Verteidigungsschrift vor dem Gericht, zusammen mit den kurzen Briefen, die ich in Kastamonu geschrieben hatte und die in die Briefsammlung eingereiht worden sind und die ich im Gefängnis in Denizli an die mitgefangenen Brüder heimlich geschickt habe. Für die ausführliche Erklärung verweise ich auf diese Briefsammlung und meine Verteidigungsschrift. Hier will ich nur einen kurzen Hinweis geben. | |||
Ich hatte die meine persönlichen (mahrem) und auch die besonders heiklen Abhandlungen, welche Sufyan und Wundertaten (Keramet) der Lichtabhandlungen betreffen, unter Kohlen- und Holzhaufen versteckt. Sie sollten nach meinem Tod oder nachdem die Häupter an der Spitze der Regierung fähig geworden wären, die Wahrheit zu hören und zur Besinnung zu kommen, veröffentlicht werden. Während ich selbst aber noch völlig unbesorgt war, führten Durchsuchungsbeamte und der Vertreter der Staatsanwaltschaft plötzlich in meiner Wohnung eine Hausdurchsuchung durch. Sie förderten diese geheimen (mahrem), heiklen Abhandlungen unter den Holzhaufen zu Tage. Daraufhin verhafteten sie mich und lieferten mich trotz meines schlechten Gesundheitszustandes in das Gefängnis in Isparta ein. | |||
Als ich noch über den Schaden, der die Lichtabhandlung betraf, sehr traurig und bekümmert war, eilte uns die Güte Gottes (inayet-i Ilahiye) zu Hilfe. So begannen denn nun die Leute der Regierung diese heiklen Abhandlungen, die versteckt und doch zu lesen für sie so dringend notwendig war, mit großem Interesse und sehr viel Aufmerksamkeit zu lesen. So wurden die hohen amtlichen Dienststellen zu einer Art Schule der Lichter (Medrese-i Nuriye). Nachdem sie sie kritisch gelesen hatten, fingen sie an, sie zu schätzen. Sogar, als wir noch in Denizli im Gefängnis waren, lasen sehr viele offizielle und inoffizielle Leute ohne unser Wissen das "Große Zeichen", welches in aller Heimlichkeit gedruckt worden war. Sie stärkten dadurch ihren Glauben und ließen uns das Unglück unserer Inhaftierung vergessen. | |||
Danach haben sie uns in das Gefängnis von Denizli eingeliefert. Sie hatten mich absolut isoliert in eine stinkende, feuchte und kalte Zelle eingesperrt. Als ich nun in meinem Alter, meiner Krankheit und durch viel Leid, das mir daraus erwuchs, dass meine unschuldigen Kameraden meinetwegen diese Qualen erleiden mussten, auch in großem Schmerz und innerer Bedrängnis wegen der Unterbrechung der Arbeit mit den Lichtabhandlungen, sowie sehr erregt und besorgt wegen ihrer Beschlagnahmung, eilte mir plötzlich die Güte des Herrn (inayet-i Rabbani) zu Hilfe. Auf einmal ließ Er dieses große Gefängnis in eine Schule des Lichts (Dersane-i Nuriye) umwandeln und bewies, dass es eine Schule Josefs war. Mit den diamantenen Schreibfedern der Schüler der "Medreset-üz-Zehra" begannen sie die Lichtabhandlungen zu verbreiten. Sogar vervielfältigte ein heldenhafter Schüler unter diesen Umständen in drei, vier Monaten mehr als 20 Exemplare von der "Frucht"-Abhandlung und der Verteidigungsschrift mit der Hand. Beide begannen sich sowohl im Gefängnis als auch draußen zu verbreiten. Das ließ uns den Schaden in diesem Unglück zu großem Gewinn werden, unsere Sorgen in Frohsinn umwandeln und bestätigte das Geheimnis von | |||
عَسٰۤى اَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَكُمْ | |||
{"Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist." (Sure 2, 216)} | |||
Danach, als die ersten Sachverständigen auf Grund ihrer falschen und oberflächlichen Urteile gegen uns heftige Kritik übten und der Erziehungsminister neben seinen fürchterlichen Angriffen gegen uns auch eine Erklärung veröffentlichte und sogar in einigen Nachrichten die Hinrichtung einiger von uns gefordert wurde, eilte uns die Güte des Herrn (inayet-i Rabbani) zu Hilfe. | |||
Als wir vor allem von den Sachverständigen in Ankara heftige Kritik erwarteten, kamen ihre lobenden Berichte. (Sie beschlagnahmten unsere Abhandlungen gleich kistenweise und durchsuchten sie), konnten aber in fünf Kisten voll Lichtabhandlungen nur fünf bis zehn Fehler finden. Vor dem Gericht bewiesen wir, dass die Punkte, die sie als falsch und fehlerhaft angekreidet hatten, die reine Wahrheit waren und dass die Stellen, die sie für falsch und fehlerhaft hielten, sie selbst verurteilten (indem sie sie falsch beurteilten!). Außerdem fanden wir in ihrem fünfseitigen Bericht diese fünf, zehn Fehler und zeigten sie ihnen auf. Als wir wegen der "Frucht"-Abhandlung und der Verteidigungsschrift, die wir an sieben amtliche Stellen geschickt hatten, und wegen all der Abhandlungen des Lichts, die zum Justizministerium gesandt wurden, besonders wegen der Abhandlungen, die wir für uns als vertraulich (mahrem) bestimmt und behandelt hatten und die uns als Beleidigungen und moralische Ohrfeigen ausgedeutet werden konnten, Bedrohungen und scharfe Befehle (der Militärdiktatur) gegen uns erwarteten, schickte uns der Ministerpräsident einen äußerst milden, sogar tröstlichen Brief. | |||
Als suchten sie Frieden mit uns, bedrängten sie uns nicht, was mit Sicherheit beweist, dass die (Erkenntnisse der) Wahrheit in der Risale-i Nur sie durch das Wunder (keramet) der Güte Gottes besiegt hatte und sich ihnen als Wegweiser erwies. Sie machte diese großen Ämter zu einer Art Schule und rettete den Glauben vieler Unschlüssiger und Ratloser. Das brachte uns eine innerliche Freude und einen Gewinn, der hundertfach größer war als unsere Bedrängnis. | |||
Risale-i | |||
Danach versuchten mich die heimlichen Feinde zu vergiften. Der verstorbene Hafiz Ali, ein heldenhafter Märtyrer der Nur-Bewegung ging an meiner Stelle ins Krankenhaus (gab für mich sein Leben und starb deshalb zu gleicher Zeit, wenn auch an einem anderen Ort, weshalb das Gift, das man mir gegeben hatte, nicht wirken konnte) und reiste statt meiner in das Zwischenreich (berzah). Das stürzte uns in dunkle Traurigkeit. Wir haben viel um ihn geweint. | |||
Vor diesem Unglück (musibet) schrie ich mehrmals laut vom Berg bei Kastamonu herab: "Oh meine Brüder! Werft dem Pferd kein Fleisch und dem Löwen kein Heu vor!" Das heißt: "Gebt nicht einem jedem jede Abhandlung, damit man uns nicht angreift." Das heißt: Es war als hätte Hafiz Ali (Möge Gott sich seiner erbarmen!) mich über eine Entfernung von sieben Tagen Fußmarsch wie durch ein geistiges Telefon gehört, und mir noch zu gleicher Zeit geschrieben: "Meister, es ist in der Tat ein Wunder (keramet) der Risale-i Nur, dass sie dem Pferd kein Fleisch und dem Löwen kein Heu vorwirft. Vielmehr wirft sie Heu vor das Pferd und Fleisch vor den Löwen, sodass dem Aslan (Löwen) Hodja die Abhandlung über die 'Wahrhaftigkeit im Islam (Ikhlas risalesi)' überreicht wurde." Nach sieben Tagen bekamen wir seinen Brief und rechneten nach: Zur selben Zeit, da ich so laut vom Berg herab gerufen hatte, hatte auch er diese denkwürdigen Sätze in seinem Brief geschrieben. | |||
Während uns noch das Ableben eines solchen geistigen Helden des Lichtes und die Sorge, dass diese Heuchler (munafiq) uns mit ihren Intrigen heimlich zu bestrafen suchen sollten, und dass sie auch mich auf Grund meiner Krankheit infolge einer Vergiftung durch einen offiziellen Befehl zwingen könnten, ins Krankenhaus zu gehen, in Bedrängnis brachten, kam uns auf einmal die Güte Gottes zu Hilfe. | |||
Durch die aufrichtigen Gebete meiner gesegneten Brüder (und die Bereitschaft von Hafiz Ali nach meiner Vergiftung selbst den Tod auf sich zu nehmen) wurde die Gefahr einer Vergiftung überwunden. Jener gesegnete Märtyrer beschäftigt sich anhand überzeugender Hinweise in seinem Grab weiter mit Lichtabhandlungen und gibt den Engeln, die ihn befragen, aus den Lichtabhandlungen Antwort. | |||
Der heldenhafte Schüler Hassan Feyzi in Denizli, der an seiner Stelle und in gleicher Gesinnung tätig wurde, sowie seine Kameraden leisteten heimlich wirksame Dienste. Auch unsere Feinde waren für unsere Entlassung aus dem Gefängnis, da sich die Mitgefangenen durch die Lichtabhandlungen unerwartet bekehrt hatten. Wie in der Geschichte von den Heiligen Sieben Schläfern (Ashab-i Kehf), wurde das Gefängnis, anstelle eines Hauses des Leidens für die Nur-Schüler zu einer Höhle der Heiligen Sieben Schläfer und zu den Höhlen der Asketen früherer Zeiten. Sie arbeiteten mit Herzensruhe für die handschriftliche Vervielfältigungen und deren Verbreitung. Das bewies, dass uns die Gnade des Herrn zu Hilfe eilte. | |||
Außerdem ist meinem Herzen eingefallen, dass die großen Qur'anexegeten (mutschtehid), wie Imam A'dham (Abu Hanifa), in den Gefängnissen litten. Dem großen Mudjahid (Kämpfer) wie Imam Ahmed ibn Hanbel wurden wegen einer einzigen Frage bezüglich des Qur'an im Gefängnis (von den Mutesiliten) sehr viele Qualen zugefügt. Er beklagte sich nicht und hielt sich in vollkommener Geduld und Standhaftigkeit bezüglich dieser Fragen (nach dem Qur'an) nicht schweigend zurück. Sehr viele Imame und Gelehrte, die sehr viel mehr als ihr unter Qualen leiden mussten, dankten in vollkommener Geduld und ließen sich nicht erschüttern. Auf alle Fälle ist es eure Pflicht, für sehr wenig Anstrengung um der vielen Erkenntnisse der Wahrheit im Qur'an willen, wofür ihr sehr großen Segen und Gewinn bekommt, tausendfach zu danken. | |||
Hier möchte ich ein Beispiel für die Offenbarung der Gnade des Herrn trotz der Ungerechtigkeiten des Menschen kurz erklären. | |||
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